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Mit Feuer spielen

01.12.2008
Zu meiner Person

Kain Karawahn
Website: http://www.mitfeuerspielen.de
Alter: 49
Tätigkeit: Selbständige/r
Sonst. Tätigkeit: Künstler

Meine Idee

Kinder ab 5 Jahren lernen altersgerecht den verantwortlichen Umgang mit haus- und privatgebräuchlichem Feuer: Streichholz, Feuerzeug, Kerze und Lagerfeuer.

Meine Idee im Detail

Schwimmen lerne ich im Wasser. Radfahren mit dem Fahrrad und auf der Straße. Und Feuermachen? Der 5tägige Workshop „feuerMACHEN kulturell“ soll Kindern in Kindergärten ab der Altersstufe „Jahrgang der 5jährigen“ das Thema Feuer angstfrei, spielerisch, gemeinschaftlich und kulturell geprägt vermitteln. Hierzu ist erforderlich, dass JEDES Kind im Rahmen der Veranstaltung Feuer-vorbereitung, -entzündung, -kontrolle und -löschen bzw. Aschenresteentsorgung selbstständig, verantwortungsvoll und schadenfrei erlernt. Der Workshop mit ca. 20 Kindern beginnt mit einem Elternabend, umfasst dann 5 Kita-Vormittage (Mo-Fr jeweils 9-12 Uhr) und endet am Freitagnachmittag mit einem Feuerfest. Am Elternabend werden Vorkommen und kindliches Erleben von Feuer heute sowie Konzeption und Methodik des Workshops ausführlich erläutert. An den ersten zwei Tagen wird dann mit den teilnehmenden Kindern zuerst im Kita-Innenbereich der selbst zu verantwortende Umgang mit den heute gebräuchlichsten häuslichen Feuern, Streichholz, Feuerzeug und Kerze spielerisch erarbeitet. Ab dem dritten Tag beginnen zusätzliche Übungen und Spiele im Kita-Außenbereich. Nach dem von mir erfundenen Kinderfeuermodell (ca.10min Brennzeit) bastelt, entzündet, kontrolliert, löscht und entsorgt jedes Kind ein eigenes Holzfeuer, erfährt und verantwortet einen von ihm selbstgeschaffenen Brennprozess von Anfang bis Ende. Und am Ende feiern Kinder und Eltern/Familienangehörige und ErzieherInnen ein FeuerFest, an welchem die Kinder u.a. demonstrieren, welchen Umgang mit Feuer sie im Rahmen des Workshops gelernt haben. Die Erfahrung hat gezeigt, dass auch bei Grundschulkindern Ängste, Kenntnismängel und dadurch bedingte, selbst- und andere schädigende Risiken im Umgang mit Feuer weit verbreitet sind, wie auch für diese Gruppe kein Lehrkonzept für Feuer existiert.

Meine Idee ist gut für ein kinderfreundliches Deutschland, weil...

Kinder zu Hause nicht mehr mit dem „familiären Feuer“ aufwachsen, welches über Generationen täglich in unseren Häusern verantwortlich genutzt worden ist. Dafür flimmert in unseren Wohn- und Kinderzimmern nun ein Ersatzfeuer, das mediale Feuer. Dieses mediale Feuer ist insbesondere für städtische Familien die häufigste Begegnung mit Feuer geworden. Aus Zeitungen, Magazinen, Radio, Fernsehen, Kino, Computer und leider auch aus Kinderbüchern erfahren wir somit überwiegend, dass Feuer eine Gefahr ist. Da explodieren Autos, brennen Wälder, Häuser und Menschen. Da nutzen Menschen Feuer, um möglichst viel zu zerstören. Doch wo sehen unsere Kinder in gleicher Häufigkeit schöne Ereignisse mit Feuer? Ist es daher nicht höchste Zeit, dass wir unseren Kindern wieder zeigen, dass Erwachsene sich nicht nur gegenseitig mit Feuer verheizen können, sondern dass Menschen auch „schöne“ Feuer machen? Und wie das geht? Je früher Kinder „schönes“ Feuermachen selbst erfahren, umso kompetenter erfolgt dessen Verinnerlichung und Unfälle können vermieden werden.

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